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Rezension 1 zu "Die Wolke"

Alarm

im Unterricht

Keiner weiß, was jetzt los ist. Sie halten es für einen Scherz oder einen Probealarm. Doch im Kernkraftwerk muss ein Unfall passiert sein und im gesamten Gebiet wurde ABC Alarm gegeben ....

Vor kurzem haben wir im Deutschunterricht den Jugendroman ,, Die Wolke'' von Gudrun Pausewang gelesen. Er ist im Ravensburger Verlag erschienen, kostet 6,99 € und ist schon seit 1989 im Handel.

Es ist besonders für Leute bestimmt, die sich für Atomkatastrophen interessieren und wissen wollen, wie sich Menschen angesichts einer solchen Katastrophe verhalten und was die Politiker unternehmen, um die Menschen zu schützen.

Da mir das Buch sehr gut gefällt, habe ich eine kleine Kritik geschrieben.

Wie schon angemerkt geht es um eine Atomkatastrophe, aus diesem Anlass wurde der Roman auch 1987 verfasst, da zu diesem Zeitpunkt die Katastrophe in Tschernobyl war. Ein junges Mädchen versucht, vor dieser Katastrophe, die 5 Monate andauert, zu flüchten.

Mir gefällt der Roman sehr, weil alles sehr realistisch geschrieben ist und es keine fiktiven Orte gibt.

Besonders gefällt mir gerade das, was viele häufig als lästig empfinden, nämlich dass sehr ausführlich beschrieben wird. Wie zum Beispiel im letzten Kapitel, denn da kommt Janna- Berta nach fünf Monaten endlich wieder in ihre Heimatstadt und in ihr Haus. Zu diesem Beispiel habe ich auch eine kleine Textstelle:

„Sie lauschte mit vorgestrecktem Kopf. Aber nichts rührte sich. Kein Knarren der Tür, die das Treppenhaus von der Wohnung trennte, kein Tak- tak von Muttis Absätzen, kein Trippeln von Kinderfüßen war zu hören. Und es roch nicht nach Pfeifenrauch, sondern nach abgestandener Luft.“

In diesen fünf Zeilen wird genau beschrieben, wie es immer zuhause war und es nun ist.

Sehr spannend ist auch, wie es in den Nothospitalen abläuft und es ist sehr überraschend, wie lange es dauert, bis man erfährt, ob jemand aus der Familie gestorben ist oder ob man vermisst wird.

Jannas Tante Helga holt Janna aus dem Nothospital ab und bietet ihr an, zum Übergang bei ihr zu wohnen, dies nimmt Janna- Berta auch an, denn sie findet es besser, bei ihrer Tante zu wohnen, als in dem Hospital zu bleiben.

Jedoch kann ihre Tante nicht damit umgehen, dass sie verseucht ist, und schämt sich für sie, dies bringt einem auch zum Weiter lesen, da es sehr spannend ist, wie das ausgeht.

Jedoch gibt es auch zwei Punkte, die ich kritisieren kann, und zwar:

Im letzten Kapitel finde ich das Verhalten der Großeltern nicht ganz so angebracht, da sie nur an sich selbst denken, denn zum Beispiel beschweren sie sich, dass sie keine Karte von Janna- Berta (Hauptrolle) bekommen haben, dies finde ich auch sehr unhöflich, denn wenn man mitten in einer Katastrophe ist und dann auch die Familienmitglieder verliert, ist es doch klar, dass man keine Zeit hat, eine Karte zu schreiben. Sie tun die ganze Zeit so, als ob nichts passiert wäre, denn sie wissen auch nicht, dass die Geschwister und Eltern von Janna tot sind.

Zweitens finde ich es sehr schade, dass das Buch ein offenes Ende hat. Das gefällt mir deshalb nicht, weil Janna- Berta am Ende des Romans die Mütze, die sie trägt und die verseucht ist, abnimmt und anfängt Sachen zu erzählen, jedoch erfährt man nicht das, was sie ihren Großeltern sagt.

Gesamturteil: Kauf- und Leseempfehlung!

 

Rezensentin

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 24. März 2012 17:03

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