Tod
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Zitate
- "Bis Vierzig halten
viele das Sterben für eine schlechte Angewohnheit der alten Leute, die sie
selbst nichts angeht." - Oswald
Bumke
- "Das, was dem Leben
Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn." - Antoine
de Saint-Exupéry
- "Der Tod ist nichts
Schreckliches. Nur die fürchterliche Vorstellung vom Tode macht ihn
furchtbar." - Epiktet
- "Dies ist die wahrste
aller Demokratien,
die Demokratie des Todes." - Kurt
Tucholsky
- "Ein ewig Rätsel ist
das Leben,
und ein Geheimnis bleibt der Tod." - Emanuel
Geibel
- "Entstehen und Vergehen
ist das Gesetz der Welt." - Publilius
Syrus
"
(Original lat.: "Lex universa est, quae iubet nasci et mori.")
- "Erst der Tod kann die
vollkommene Gerechtigkeit
bieten." - Autor unbekannt
- "Habe täglich den Tod
vor Augen; das wird dich vor kleinlichen Gedanken und vor maßlosen Begierden
bewahren." - Epiktet
- "Ihr glaubt, eine
Beerdigung zu besuchen, aber in Wirklichkeit kommt ihr zu einer
Geburt." - Jostein
Gaarder, "Maya"
- "Man kann nicht für
sich allein leben. Das ist der Tod." - Leo
Tolstoj, "Tagebücher", 1889
- "Meine Beziehung zum
Tod ist die einer Seiltänzerin. Wie sie übe ich eine gefährliche Tätigkeit
aus, muss im voraus das Risiko berechnen, aber wie bei ihr siegt jedes Mal
wieder der Wille zur Perfektion über die Angst." - Ingrid
Betancourt
- "Ob sich auch in einem
Kornfelde jeder Halm einbildet, ein wenig größer, besser oder schöner zu
sein als die anderen? Am Ende werden sie alle gemäht." - Oswald
Bumke
- "Oft denk' ich an den
Tod, den herben, / Und wie am End' ich's ausmach?! / Ganz sanft im Schlafe möcht
ich sterben / Und tot sein, wenn ich aufwach!" - Carl
Spitzweg
- "Was ihr jetzt seid,
das waren wir; Was wir jetzt sind, das werdet ihr!" - Inschrift an
Beinhäusern
- "Keines verbleibt in
derselben Gestalt, und Veränderung liebend schafft die Natur stets neu aus
anderen andere Formen, und in der Weite der Welt geht nichts - das glaubt
mir - verloren; Wechsel und Tausch ist nur in der Form. Entstehen und Werden
heißt nur anders als sonst angefangen zu sein, und Vergehen nicht mehr sein
wie zuvor. Sei hierhin jenes versetzet, dieses vielleicht dorthin: Im Ganzen
ist alles beständig. Unter dem selbigen Bild - so glaub' ich - beharrt auf
die Dauer nichts in der Welt." - Ovid
(Metamorphosen)
- "Das schauerlichste Übel
also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod
nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr." - Epikur
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Sprichwörter und Volksmund
- "Der Schlaf ist der
Bruder des Todes." - Griechisches Sprichwort
(In der griechischen
Mythologie ist der Gott Hypnos der Bruder des Thanatos.)
- "Der Schlaf ist ein
Abbild des Todes." - Sprichwort nach Cicero,
Tusculanae disputationes 1, 38
- "Ez ist ein dinc vil
wunderlich, swer nâch dem tôde wirbet, daz der vil kûme stirbet, und der
des tôdes nit engert, der wit vil schiere sîn gewert." - Mittelhochdeutsches
Sprichwort
- "Nichts ist umsonst,
nicht einmal der Tod, der kostet das Leben."
Stellen Sie sich eine große Feier zu Ihrem 80. Geburtstag vor
Stellen Sie sich vor, es ist Ihr eigener 80. Geburtstag und es findet eine
große Feier zu Ihren Ehren statt. Sie sitzen in einem bequemen Lehnstuhl und
freuen sich darüber, dass viele Menschen zu Ihrem großen Fest gekommen sind.
Alle Gäste kommen zu Ihnen, um sich mit Ihnen zu unterhalten und Ihnen persönlich
zu gratulieren. Sie sind der Mittelpunkt des Abends. Stellen Sie sich diese
Situation ruhig bildlich vor. Sie können dazu auch die Augen schließen.
Vier Personen halten eine Rede über Sie
Nach dem Festmahl sitzen alle Ihre Gäste zufrieden und gesättigt da. Jetzt
wollen einige Ihrer Besucher eine kleine Rede halten. Diese vier Gäste
werden über Sie sprechen - über Ihr Leben, über das, was Sie in ihrem Leben
erreicht haben und über Ihre positiven Eigenschaften.
Die vier Festredner sind:
·
jemand aus Ihrer Familie,
·
ein guter Freund bzw. eine Freundin von Ihnen,
·
ein Arbeitskollege und
·
jemand aus der Stadt oder Gemeinde, in der Sie leben, z.B. der Bürgermeister.
Was wollen Sie, dass diese Personen über Sie sagen?
Diese vier Menschen werden also über Sie sprechen. Was würden Sie gerne hören?
Es geht hier nicht um das, was Sie glauben, was andere momentan
realistischerweise über Sie sagen, sondern es geht um Ihre Wunschvorstellung.
Die Frage ist: Was möchten Sie, dass andere Menschen über Sie sagen, über Ihr
Leben und was sollen andere von Ihnen denken, wenn Sie 80 Jahre alt sind?
Möglicher Ablauf der Übungsstunde
1. EA: Brainstorming zum Thema "Tod"
2. GA: Erstellen einer Mind-map (bei geringer
Gruppengröße Tafel oder Overheadfolien für die Präsentation)
3. PL: Vorstellen der Mind-maps und gemeinsame Festlegung eines oder der
thematischen Schwerpunkte/s für die nachfolgende Diskussion
4. PL: Schwerpunkte (z.B. "verschiedene Vorstellungen
über das Leben nach dem Tod") auswählen und unter Einbezug des
Zitatenmaterials (s.o.) diskutieren.
5. Das abschließende Spiel "der 80.
Geburtstag" versetzt die SchülerInnen in die Situation, sich angesichts
eines fast abgeschlossenen Lebens und angesichts des nahen Todes sich gedanklich
mit den Werten, die ihr Leben ausgemacht haben sollen, auseinander zu setzen.