Halbjahresplan Philosophie GK 12.1 Ethik (Stand:05.12.2007 )

Material: Grundkurs Philosophie Bd. 2, Ethik / Politik, Bayrischer Schulbuchverlag, München, Hrsg. Gerd Gerhardt und "Philosophieren",  Bd. 2, Texte und Methoden für die Sekundarstufe II, Ethik - Rechts- und Staatsphilosophie - Geschichtsphilosophie, C.C. Buchner Verlag

Vorgaben für das Zentralabitur 2009 (GK):

Probleme des menschlichen Handelns 

- Freiheit und Determination - der kategorische Imperativ: Kant, Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft

- Freiheit und Verantwortung:

Bentham, Eine Einführung in die Prinzipien der Moral und der Gesetzgebung; 
Jonas, Das Prinzip Verantwortung
Positionen des Utilitarismus: Mill;

Aus den genannten Werken sind zentrale und im Kontext des zugeordneten Inhalts relevante Auszüge zu behandeln.

Leitendes Prinzip: Legitimation individuellen Handelns 

1. Ethik/Moral -Begriffsklärung ,"Was sollen wir tun?" Gebote, Verbote, Gesetze, Regeln, Normen,  

Einstieg Schulj. 07/08 aktuell:

Warum moralisch sein?
 
Sendung WDR5 "Das philosophische Radio" Mit Kurt Bayertz über Moral
Dass wir moralisch handeln sollen, ist in unserer Gesellschaft ein Gemeinplatz. Die Frage ist nur: Warum? Wie kann man Moral begründen? 
Das philosophische Radio vom 22.06.2007

 Beispiel: Aktueller Wertekonflikt: Diskussion um die Einstellung der Kopftuch tragenden türkischen Lehrerin, Fereshta Ludin, in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg, 

Kopftuchstreit
Streit um das Kopftuch - Pro und contra
 
http://www.interkultureller-rat.de/argumente_1.pdf
http://www.seniorentreff.de/diskussion/archiv6/a1230.html


Werte- Relativismus - vs- normative Ethik

2. Historische Dimension eines Wertekonflikts:  "Der Prozess gegen Sokrates", (Kriton), "die Idee des Guten" (der Staat) (Platon)

3. Ethik-Konzepte mit normativem Geltungsanspruch im Sinne von Legitimation des individuellen Handelns

3.1 Exkurs "Glück", das glückliche Leben (Epikur), (muss möglicherweise auf Grund der Abiturbedingungen entfallen)
3.2 Freiheit und Verantwortung: Utilitarismus: Das Prinzip "Nützlichkeit" (Bentham, Mill,)
3.3 Freiheit und Determination: Gesinnungsethik (Kant) Hausarbeit: fiktiver Dialog zwischen Kant und Bentham

 

4. Kant und seine Kritiker (Hegel, Nietzsche, Sartre, Horkheimer, (kursorisch) Jonas, (Pflichthema), Diskussion des "Heinz-Dilemmas", Kohlberg (Stufen der Moralentwicklung- Multiple-Coice-Test), weitere ethische Dilemata, Habermas (Diskursethik)(kursorisch)

Anwendung: Vorbereitete Rollendiskussion oder Podiumsdiskussion  im Zusammenhang mit einem aktuellen Wertekonflikt (z.B. Kopftuchstreit (Einstieg in die Halbjahres-Arbeit), Sterbehilfe, Bioethik, Genmanipulation, Embryonen-Forschung,  in denen die unterschiedlichen Ethik-Konzepte durch Schülergruppen repräsentiert werden. Da in diesen Wertekonflikt öffentliche/staatliche Rechtsaspekte einfließen, ist dies ein Ansatzpunkt die Vernetzung zur Sequenz ´Staatsphilosophie` in 12.2 zu leisten.

Unterrichtsentwurf zu einer unterrichtspraktischen Prüfung im Fach Philosophie zum Thema "Versuch einer Moralische Legitimation Eichmanns mit Hilfe der Ethik Kants"

Leistungsbewertung für SM-Note: Pflicht: mündl. Wiederholungsprüfungen, 2 schriftliche (umfangreichere) Hausaufgabe ( Ein fiktiver Dialog ), qualifizierte Mitarbeit, schriftliche Übungen, freiwillig: Referate, Klausur


Hinweise zu methodischen Grundprinzipien für 12.1. bis 13.2

Texterschließung
Erfassen der Problemstellung eins Textes
(welche Frage beantwortet der Text?)
Anfertigung eines lückenlosen Argumentationszusammenhangs
(Titel und Autor benennen, knappe Zusammenfassung. des Inhalts in eigener Formulierung, was bedeutet der Titel? Textlogik erfassen und metasprachlich benennen, These - Argumente herausstellen, Textgliederung metasprachlich berücksichtigen, präzise Benutzung von Verben (beschreibt, bewertet), logische Verknüpfungen verwenden, Logik nachvollziehen, Textinhalte eigenständig zusammenfassen, wesentliche Unterscheidungen benennen und sprachlich durch präzise Konjunktionen herausstellen, Logik des Textaufbaus nachvollziehen, begriffliche Zusammenfassungen benutzen, wesentliche Ergebnisse des Gedankengangs wörtlich zitieren (Zitiertechnik) und philosophische Termini erläutern, Kern der Aussage zusammenfassen, graphische Verdeutlichung durch präzise Verknappung)
Unterscheidung von Referierung eines Textes und Darlegung eigener Position
(Fragen an den Text stellen! über Konsequenzen, Alternativen nachdenken, ggfls. auf eigene Erfahrungen und/oder Kenntnisse rekurrieren)

Auseinandersetzung mit philosophischen Positionen

empirische Überprüfung philosophischer Theorien

Erörterung philosophischer Probleme

 
schriftliche Formen mündliche Formen
kreative Textbearbeitung -umwandlung (z.B. Comic) Rollendiskussion
Mind-Map Podiumsdiskussion
Unterrichtsprotokoll Fish in the Bowl-Diskussion und andere Methoden

Kurzreferat

Arbeitsformen
Präsentationstechnik (Internet, Powerpoint) Jigsaw-Methode

Facharbeit, Essay

Moderationstechnik (13.1 und 2)
Methodentempel Methodenbausteine Internet- und Büchereirecherche
Übungsstunde

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