Ehrungen für Adam Kroker

Gleich zwei "Presseauftritte hatte Adam Kroker (an unserer Schule von 1998 - 2007),
und zwar in der WAZ und in Focus Money.
Anlass war seine erfolgreiche Teilnahme an der Aktion "Chef für einen Tag" ...
Artikel in "Focus Money"
Chef für 1 Tag / Deutsche Annington
Kontakt mit Mietern
Adam Kroker, 19, war für einen Tag Herr über 230000 Wohnungen. Was er bei der Deutschen Annington lernte
Von Hans Peter Canibol (Focus Money, Nr. 11, 2007)
Georg Kulenkampff, Chef des Immobiliengiganten Deutsche Annington, erinnerte sich an seinen Karrierestart: „Ich ging damals fünf Jahre nach New York, das war eine gute Basis.“ Anlass der Rückschau: Er räumte für die Aktion „Chef für 1 Tag“ einen Tag lang seinen Chefsessel, den der 19-jährige Adam Kroker aus Wanne-Eickel einnahm. Der Gesamtschüler bereitet ein Studienjahr im Big Apple vor, in dem er – halb Au-pair-Boy, halb Student – mehr über das Medienbusiness lernen will. Der Nachwuchsmanager hatte sich bei der FOCUS-MONEY-Aktion unter 150 Schülern durchgesetzt. Christian Eberhardt, Chefpsychologe der Personalberater von Ray & Berndtson, die die Schüler gecastet hatten, lobte Adams unternehmerische Ader. Der Abiturient hat bereits eine eigene Medienmarketing-Firma, mit der er erfolgreich weltweit Sänger, Bands und deren Musik im Internet promotet.
Bei der Deutschen Annington geht es nicht ganz so schillernd zu: Deutschlands größter Vermieter vermietet und verwaltet 230000 Wohnungen, davon 80000 im Ruhrgebiet. „Wir tragen eine große soziale und politische Verantwortung“, weiß Kulenkampff, „dem stellen wir uns und suchen den direkten Dialog mit Bürgermeistern und Landespolitikern.“
Wie Chefs denken und planen, erfuhr Adam Kroker aus erster Hand: „Wir haben uns das Unternehmen aus der Vogelperspektive angeguckt, wie alles zusammenhängt und wie die Strategie aussieht.“ Bei der Akquise neuer Wohnungsbestände durfte der Herner Schüler mitanalysieren. Auch eine Wohnungsabnahme gehörte zum Tagesprogramm: „Bei Annington hat man Kontakt zu den Menschen.“
„Vielleicht ist es uns doch noch gelungen, Herrn Kroker für das Immobiliengeschäft zu interessieren“, hofft Kulenkampff, „denn wir leben in einer Zeit, in der wir um jedes Talent kämpfen müssen.“ Bei Krokers Mitschülern ist das Interesse jedenfalls groß. Die gaben dem „Chef für 1 Tag“ extra auf, sich für sie nach Jobchancen bei Deutschlands größtem Wohnungsbesitzer zu erkundigen.
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09.10.2006 Dr. Frauke Bender (li.) von der Deutschen Annington übergibt die Siegerurkunde an Adam Kroker (re.) von der Gesamtschule Wanne-Eickel. Adam wird einen Tag Volker Riebel, den Chef der Deutschen Annington vertreten. Mit im Bild: Klaus Hansen (Zweiter v. li., Ray & Berndtson) sowie Camil Alisanovic (Zweiter v. re., Gesamtschule Wanne-Eickel) |
Artikel in der "WAZ"
Amerika hat's gebracht
Wanne-Eickel, 01.07.2008, Von Jonas Erlenkämper
Adam Kroker aus Wanne-Eickel, der vor einiger Zeit auch "Chef für 1 Tag" bei der Deutschen Annington war, hat gute Erinnerungen an seinen mehrmonatigen US-Aufenthalt: "Bin jetzt noch motivierter und zielstrebiger"
Ein Erlebnis gab es, das Adam Kroker vor Augen führte, dass er sich in einem anderen Land befindet. Dieses Erlebnis, das er im Nachhinein als "Kulturschock" bezeichnet, war: die erste Fahrt mit dem Bus. "Draußen 30 Grad, und im Bus war es wegen der Klimaanlage richtig kalt."
Sonst jedoch hat Kroker, Zivi aus Wanne, nur gute Erinnerungen an seine Monate in den USA. Dass er nach dem Abi für einige Zeit in den Osten des Wilden Westens reisen wollte, war ihm schon lange klar. Bereits im September 2006, als ihm die Ehre zuteil wurde, "Chef für 1 Tag" der Deutschen Annington zu werden, hatte er diesen Plan im WAZ-Gespräch angekündigt.
Im vergangenen Sommer ging's nun endlich los: Er verlagerte seinen Lebensmittelpunkt von Wanne, Westfalen, nach Philadelphia, Pennsylvania. Vier Monate war er dort, vermittelt über das Programm EduCare. "Das EduCare in America Programm", schreibt die Organisation über die Gestaltung der Auslandszeit, "verbindet die Au-Pair-Tätigkeit mit ersten Einblicken ins College-Leben." Kroker lebte zunächst bei einer Gastfamilie, betreute vormittags die 7- und 8-jährigen Kinder und besuchte einige Kurse, Themen: Medien, Internet, Englisch. Wirklich typische Amerikaner seien seine Gasteltern nicht gewesen, sagt Kroker. Der Vater hatte wenig mit Joe Sixpack, wie Otto Normalverbraucher in den USA heißt, zu tun, er war gebürtiger Deutscher und lebte erst seit zehn Jahren in den Vereinigten Staaten. "Die haben regelmäßig gekocht, Fast Food haben wir wenig gegessen." Da sich der zeitliche Aufwand von Kinderbetreuung und College-Kursen in Grenzen hielt, hatte Kroker noch genug Zeit, sich seiner Passion zu widmen: Er will, noch so ein langgehegter Plan, später ins Musikgeschäft einsteigen. Und da es von Philadelphia nicht weit ist nach New York, der "Hauptstadt des R 'n' B" (Kroker), war er oft da, hat Leute kennengelernt, die schon mittendrin sind im Big Business. Er lernte einen Kollegen kennen, der ein Freund wurde, zog sogar zu ihm.
Die neuen Kontakte ermöglichten ihm erste Schritte als Produzent: Im Winter erscheint das neue Album der Band Lexington Bridge, laut eigener Homepage bekannt für "Street-Urban-Pop". Kroker half mit, einige Songs für die kommende CD zu produzieren. Nicht nur deswegen, sagt er, hat ihn Amerika weiter gebracht. "Ich bin jetzt motivierter, zielstrebiger, ehrgeiziger, offener gegenüber anderen Menschen."
Zuletzt aktualisiert am Montag, 05. März 2012 17:21




