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Schulleiter Georg Lantin

Schulleiter Georg LantinDer Schulleiter

Georg Lantin

Einige Notizen zur Person

Ich bin 61 Jahre alt und wohne seit über 20 Jahren im Essener Norden. Ich bin verheiratet und Vater zweier Söhne, von denen der jüngere in Eindhoven studiert, während der ältere nach dem Studium in Essen in der Computersoftwarebranche arbeitet. Beide haben vor dem Studium Zivildienst in der mobilen Altenpflege gemacht. Ich erwähne das deshalb, weil ich das Engagement für andere für ganz wichtig halte und mir auch vorgenommen habe, bei meiner Arbeit als Schulleiter ehrenamtliches Engagement in der Schule zu fördern, z.B. die Mitarbeit im Schulsanitätdienst, bei den Streitschlichtern oder in der SV.

Schon als ich selbst noch Schüler in meiner Geburtsstadt Aachen war, habe ich mich als Klassen- und Schülersprecher für meine Mitschüler eingesetzt, später dann als Student an der TH Aachen als Mitglied von Fachschaft, Studentenparlament und Allgemeinem Studenten-Ausschuss für meine Mitstudenten. Deshalb war ich froh, dass mich die Schüler des Leibniz-Gymnasiums in Gelsenkirchen-Buer (meiner ersten Schule nach der Referendarzeit in Düsseldorf) bereits nach kurzer Zeit zum SV-Lehrer gewählt haben. Am Leibniz-Gymnasium habe ich nicht nur meine beiden Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften (Politik) unterrichtet, sondern war auch als Klassenlehrer tätig, habe ein Schülerzeitungsprojekt betreut und mich in der Schulkonferenz und im Lehrerrat engagiert.

1988 bin ich dann für kurze Zeit an die Gesamtschule Ückendorf in Gelsenkirchen gewechselt, weil ich gerne in einer Schulform arbeiten wollte, in der Teamarbeit groß geschrieben wird. Ab 1989 hatte ich die Chance für 31/2 Jahre im damaligen Kultusministerium (heute Schulministerium) als abgeordneter Lehrer einen Teil der Schulverwaltung kennen zu lernen, wobei für einen Politiklehrer gerade das Ministerium als "Schnittstelle" von Politik und Verwaltung interessant ist. Ich habe damals im Bereich der Lehrerfortbildung gearbeitet und deren Wichtigkeit für die Schulentwicklung besonders erfahren können.

Entwicklungsfragen standen auch im Zentrum meiner anschließenden Tätigkeit im Sekretariat der vom damaligen Ministerpräsidenten Rau eingerichteten Bildungskommission "Zukunft der Bildung, Schule der Zukunft", die im Jahr 1995 ihre Empfehlungen vorlegte, an deren Entstehung ich mitwirken durfte. Ab 1996 war ich dann an der Gesamtschule Nord in Essen Vogelheim tätig, wo ich als Abteilungsleiter die Oberstufe mit aufbaute und den ersten Jahrgang mit zum Abitur führte. Hier habe ich erfahren, dass die Gesamtschule als Schulform ganz wichtig auch für die Stadtentwicklung ist, weil sie auch Kindern und Jugendlichen aus "ärmeren" Stadtteilen eine Chance auf höhere Schulabschlüsse eröffnet, die sie ohne die besondere Betreuung in dieser Schulform nicht hätten.

Schließlich habe ich ab 1999 bis Ende des Schuljahres 2004 / 2005 als stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Heißen in Mülheim gearbeitet. Auch dort habe ich versucht, ehrenamtliches Engagement von Schülerinnen und Schülern zu fördern (z.B. Streitschlichter-Projekt, "Seniorenschule"), und war zusätzlich noch außerhalb der Schule als Moderator in der Lehrerfortbildung tätig.

Seit dem Schuljahr 2005 / 2006 bin ich nun hier, an der Gesamtschule Wanne-Eickel, und ich bereue den Wechsel nicht. Denn ich habe in den ersten sechs Schuljahren als Schulleiter die Gesamtschule Wanne-Eickel als Schule kennen gelernt, an der erfahrene Lehrerinnen und Lehrer sich mit jungen Nachwuchskräften gemeinsam engagieren. Ich habe mit einer Schulpflegschaft zusammengearbeitet, die Initiative ergreift und sich nicht nur für die eigenen Kinder einsetzt, sondern auch hinter der Schulform Gesamtschule als Schule für alle steht. Und ich habe viele Schülerinnen und Schüler kennengelernt, die gerne an unserer Schule sind, die sich freundlich und solidarisch verhalten, die sich in der SV engagieren ...

Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass es mir gelingt, für die aus meiner Sicht wichtigen Themen Mitstreiter bei Schülern, Eltern und Lehrern zu finden, und freue mich deshalb auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit im Schuljahr 2012/2013: in der Schule mit den Kolleginnen und Kollegen, mit einer engagierten Schulpflegschaft und in der Regel freundlichen und interessierten Schülerinnen und Schülern, aber auch mit den Verantwortlichen in der Stadt und in den anderen Schulen hier und mit der Schulaufsicht. Leider wird dort die personelle Unterstützung immer weiter reduziert und die oberste Etage, das Ministerium / die Landesregierung, setzt auf die neue Schulform Sekundarschule. Diese verfolgt den Grundgedanken der Gesamtschule - das längere gemeinsame Lernen von Kindern unterschiedlicher Begabungen - zwar auch, aber nicht so konsequent wie unsere über drei Jahrzehnte bewährte Schulform. Es ist im Übrigen sehr erstaunlich, dass auch vor Ort das Wissen über die Gesamtschule noch zu wünschen übrig lässt. Zu viele denken noch in den Kategorien des dreigliedrigen, die Kinder in drei "Schulformschubladen" aufteilenden Schulwesens. Um so wichtiger ist es für uns als Schulgemeinde, zusammen zu stehen und uns für unsere Schulform und unsere Gesamtschule Wanne-Eickel einzusetzen.

Februar 2013 Georg Lantin

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 21. Februar 2013 16:04

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